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Veröffentlicht: 21.03.2018 unter Dr. Andreas Schmidt

Stärkung des Forschungsstandort Magdeburg durch zwei neue Einrichtungen

Der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist es im Jahr 2010 gelungen, im Forschungsbereich Medizintechnik eine Bewerbung für einen Forschungscampus STIMULATE erfolgreich beim Bundesministerium für Bildung und Forschung umzusetzen. Der Forschungscampus, der allein 1190 m² Laborflächen benötigt, wird durch Herrichtung des „Speicher B” im Wissenschaftshafen geschaffen.

Der Speicher B wurde im Magdeburger Hafengebiet zum Ende des 19. Jahrhundert als eingeschossiger Zuckerspeicher errichtet. Das Objekt ist mit seiner Fassade aus 50 cm dicken Ziegelwänden ein Denkmal und die Sanierung muss unter Einhaltung des Denkmalschutzes vorgenommen werden. Im Erdgeschoss werden künftig die Laborräume und im Obergeschoss Büro- und Besprechungsräume untergebracht. Die Kosten für das Land betragen rund 19 Mio. Euro.

Neben dem Forschungscampus STIMULATE hat der Finanzausschuss heute auch die Mittelfreigabe für den Neubau der Forschungseinrichtung Zyklotron beschlossen. Für MRT und PET bildgebende Untersuchungsverfahren benötigt man radioaktive Arzneimittel. Um diese radiochemischen Arzneimittel herstellen zu können, benötigt man einen Teilchenbeschleuniger, einen sogenannten Zyklotron. Diese für die Forschung auf dem Gebiet der Nervenerkrankung wichtige Anlage wird auf dem Gelände der Uni-Klinik Magdeburg errichtet. Das Land Sachsen-Anhalt konnte sich erfolgreich in einem Wettbewerb um die Forschungsanlage durchsetzen. Mit dieser Anlage können künftig bessere Untersuchungsverfahren und damit auch bessere Therapien erreicht werden. Für die Errichtung der Anlage wendet das Land 9,2 Mio. Euro auf, davon trägt die Europäische Union einen Anteil von 80 Prozent.

„Für das Land im Ganzen und für den Forschungsstandort Magdeburg im Speziellen sind beide Einrichtungen ein Gewinn”, sagt der Magdeburger SPD-Abgeordnete Dr. Falko Grube. „Er belebt den Wissenschaftshafen in Magdeburg als Innovationsstandort und ist gleichzeitig ein Gewinn für die Stadtentwicklung an der Elbe.”

„Mit Hilfe von Mitteln der Europäischen Union werden Teile der Forschungseinrichtungen finanziert. Dies zeigt, welchen Wert die Europäische Union für ihre Mitgliedsländer besitzt, indem sie durch Finanzierung von Forschung Entwicklung der Regionen betreibt”, erklärt der finanzpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Andreas Schmidt.

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